HNF: Sommerfest 2024

Am Sonntag, 7. Juli von 10 bis 18 Uhr l√§dt das HNF zum gro√üen Sommerfest ein. Passend zur Sonderausstellung „Wellen ‚Äď Tauch ein!“ wird es auf der Wiese hinter dem Museum feucht-fr√∂hlich ‚Äď Wasserspa√ü ist garantiert.

Das H2O-Orchester bietet den Besuchern eine besondere Spielaktion, bei der bis zu 50 Personen gleichzeitig musizieren können. Hier wird geforscht, gespielt und geplanscht, denn die Instrumente benötigen Wasser, um Töne zu erzeugen.

Sonnengetrocknet oder schnell umgezogen lässt sich das gesamte HNF inklusive der Sonderausstellung bei einer Rallye oder auf eigene Faust erkunden.

Der Eintritt zum Sommerfest und ins gesamte HNF ist an diesem Tag frei.

 

Vor 45 Jahren: Infocom wird gegr√ľndet

1979 haben die meisten Programmierer von Zork, ein in MDL programmiertes textbasiertes Abenteuerspiel, ihr Studium abgeschlossen. Nachdem noch das letzte Puzzle hinzugef√ľgt wurde, gr√ľnden das Team am 22. Juni 1979 eine eigene Firma: Infocom. In den folgenden Jahren portieren sie das Spiel f√ľr zahlreiche Heimcomputer, wobei aber aufgrund der geringen Speicherkapazit√§t der Disketten zun√§chst nur ein Teil des urspr√ľnglichen Zork unter dem Namen Zork I ver√∂ffentlicht wurde. Sp√§ter folgten Zork II und Zork III, die die Geschichte fortsetzten und √ľber das urspr√ľngliche Zork sogar noch hinausgingen. 1993 wurde Infocom von Activision √ľbernommen und brachte mit Return to Zork ein Grafik-Adventure heraus, das die Zork-Serie weiterf√ľhrte. Nach ein paar weiteren Fortsetzungen, wurden 1996 alle Zork-Teile in der Zork Special Edition zusammengefasst, die auch heute noch erh√§ltlich ist.

Zork kann auch kostenlos online gespielt werden, z.B. hier.

Mehr √ľber Infocom und Zork gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Zork I, Infocom

Happy Birthday: Der Retro Chip Tester feiert seinen vierten Geburtstag

Vor genau vier Jahren, am 20.6.2020, wurde der Retro Chip Tester (RCT) im Classic-Computing Forum vorgestellt. Er war die konsequente Weiterentwicklung des SRAM/DRAM-Testers, der selbst schon der Nachfolger der noch auf Arduino basierenden SRAM-Tester und DRAM-Tester war.

Durch die komplett neuentwickelte Hard- und Software wurde es m√∂glich zahlreiche neue Speicher und Logik-ICs zu testen. Selbst ICs mit „exotischen“ Spannungsversorgungen k√∂nnen getestet oder ausgelesen werden (ggf. durch Einsatz eines kleinen Adapters).

Video: Fast Intro Clip: Retro Chip Tester Pro, 8Bit-Museum.de, YouTube

Die Firmware in der Version v.26 enth√§lt aktuell Tests f√ľr √ľber 120 SRAM- und √ľber 60 DRAM-Typen, √ľber 10 FIFO RAMs und √ľber 80 (E)(P)ROMs, womit derzeit ca. 2500 verschiedene Speicher-ICs getestet oder ausgelesen werden k√∂nnen. Dazu kommen ca. 1200 Logik-ICs (TTL und CMOS), die getestet werden k√∂nnen. Zur Identifizierung von ROMs enth√§lt der Tester einer Datenbank von √ľber 400.000 ICs, die fast beliebig erweitert werden kann.

Es sind zahlreiche weitere Features vorhanden. F√ľr eine vollst√§ndige √úbersicht kann das Handbuch hier heruntergeladen werden.

Happy Birthday RCT!

Mehr Informationen zum RCT gibt es auf der entsprechenden Projektseite.

Zum 30. Todestag von Jay Miner

Jay Miner wurde am 31. Mai 1932 in Prescott, Arizona, geboren. Nach seinem Abschluss 1958 als Elektroingenieur an der University of California, Berkeley, arbeitete er f√ľr mehrere Unternehmen bis er Mitte 1970 bei Atari anf√§ngt. Dort war er an der Entwicklung des VCS beteiligt und entwickelte sp√§ter die Custom-Chips ANTIC und GTIA f√ľr den Atari 400 und Atari 800.

Schlie√ülich verlie√ü er Atari und gr√ľndete 1982 die Firma HiToro, die sp√§ter in Amiga umbenannt wird. Dort begann Miner mit der Entwicklung einer neuen Computerplattform. Als Amiga schlie√ülich von Commodore International aufgekauft wurde, setzte Miner die Arbeit an seinem Computer f√ľr Commodore fort. Unter seiner Leitung entstanden die Spezialbausteine, die dem Commodore Amiga seine damals erstaunlichen Grafik- und Soundf√§higkeiten verliehen.

1989 musste er aufgrund von gesundheitlichen Problemen Commodore verlassen und sich 1990 einer Nierentransplantation unterziehen. Am 20. Juni 1994 verstarb Jay Miner an Nierenversagen.

Mehr √ľber Jay Miner und Commodore gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Jay Miner, Copyright 1990 Michael C. Battilana and Cloanto Italia srl (CC BY 2.0)

Z80 CPUs identifizieren und auf Funktion testen

Mit dem Z80 CPU Tester ist es nicht nur möglich die Funktion einer Z80 CPU zu testen, sondern auch den Typ (NMOS bzw. CMOS) und Hersteller der Z80 CPU zu identifizieren.

Die eingesetzte Hardware verf√ľgt √ľber folgende Funktionen:

  • 32 kByte EPROM (27C256), alternativ kann ein EEPROM verwendet werden (AT29C256)
  • 32 kByte SRAM
  • 2 Ausgangsports (1x unidirectional, 1x read-back) mit 16 LEDs
  • RESET- und NMI-Taste
  • 16 MHz / 20 MHz umschaltbar
  • 1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/16 Multiplikator (1-16 MHz / 1,25-20 MHz)
  • Stromversorgung √ľber USB

Die Software erkennt relativ sicher folgende CPUs:

  • U880 (neuere Bauart; MME U880, Thesys Z80, Microelectronica MMN 80CPU)
  • U880 (√§ltere Bauart; MME U880)
  • SHARP LH5080A
  • NMOS Z80 (Zilog Z80, Zilog Z08400 oder vergleichbare NMOS CPU, Mosstek MK3880N, SGS/ST Z8400, Sharp LH0080A, KR1858VM1)
  • NEC D780C (NEC D780C, GoldStar Z8400, m√∂glicherweise KR1858VM1)
  • KR1858VM1 (√ľbertaktet)
  • CMOS Z80 (Zilog Z84C00)
  • Toshiba Z80 (Toshiba TMPZ84C00AP, ST Z84C00AB)
  • NEC D70008AC
  • NEC Z80 Nachbau (NMOS)

Die Projektdaten sich auf Github frei verf√ľgbar. Wer Interesse an der Platine hat, kann sich gerne √ľber das Kontaktformular an mich wenden.

Im Robotrontechnik-Forum gibt es einen Thread zum Z80 CPU Tester.

 

45 Jahre Texas Instruments TI-99/4

Im Juni 1979 wurde der Texas Instruments TI-99/4 zum ersten Mal der √Ėffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund einiger technischer Probleme war er aber erst Anfang 1980 tats√§chlich erh√§ltlich.

Im Prinzip ist der Rechner von der Leistung sehr fortschrittlich, jedoch l√§sst einiges am Design zu w√ľnschen √ľbrig. Der TI-99/4 benutzt den TMS9900, einen echten 16-Bit-Prozessor, der mit 3,3 MHz getaktet wird. Der Prozessor ist zwar, verglichen mit anderen Rechnern, sehr schnell, aber das BASIC ist trotzdem langsamer als das des C64. Deshalb wird sp√§ter ein Extended Basic-Modul von Texas Instruments angeboten.

Noch 1980 erscheint der Nachfolger TI-99/4A, der √ľber eine bessere Tastatur verf√ľgt. Weiterhin wird anstelle des TMS9918 Grafikprozessors der TMS9918A verwendet, der einen zus√§tzlichen Anzeigenmodus besitzt. Auch die Firmware wurde √ľberarbeitet, so kann der Nachfolger Kleinbuchstaben anzeigen und es gibt ein integriertes Programm zur Berechnung algebraischer Ausdr√ľcke namens „Equation Calculator“.

Mehr √ľber Texas Instruments und den TI-99/4 in diesem Beitrag.