Vor 40 Jahren: Der erste Computervirus für MS-DOS verbreitet sich
Der erste Computervirus für das Betriebssystem MS-DOS wurde im Januar 1986 geschrieben und trägt den Namen „(c) Brain“ (auch bekannt unter den Namen Lahore, Pakistani, Pakistani Brain, Brain-A und UIUC). Damit gilt er als erster Computervirus für PCs.
Technisch handelt sich um einen Boot-Sektor Virus, der mit dem Dateisystem FAT-formatierte Disketten befällt. Er verschiebt den ursprünglichen Boot-Sektor in einen anderen Sektor und setzt sich selbst als Boot-Sektor ein. Infizierte Disketten enthalten im Boot-Sektor folgenden Text:
Welcome to the Dungeon (c) 1986 Brain & Amjads (pvt) Ltd VIRUS_SHOE RECORD V9.0 Dedicated to the dynamic memories of millions of viruses who are no longer with us today – Thanks GOODNESS!! BEWARE OF THE er..VIRUSÂ : this program is catching program follows after these messages….$#@%$@!!
Verglichen mit heutigen Viren, waren die Auswirkungen einer Infektion gering: Der Virus belegte knapp sieben KByte Hauptspeicher und das Diskettenlaufwerk wurde verlangsamt. Der Virus war auch so geschrieben, dass Festplatten korrekt erkannt und nicht infiziert wurden, was andere Viren später nicht taten und auch Daten auf Festplatten zerstörten. So wurde der Virus oft erst gar nicht bemerkt.
Compute!’s Gazette berichtet über den RCT
Die Compute!’s Gazette berichtet in ihrer aktuellen Januar Ausgabe über den RCT und liefert einige Hintergrundinformationen zur Entstehung und Entwicklung des universellen Testtools.
MAME/MESS 0.284 veröffentlicht
Heute wurden eine neue Version des MAME (Multiple Arcade Machine Emulator) / MESS (Multiple Emulator Super System) veröffentlicht.
Auf der MAME Homepage stehen wie immer die Binaries zum Download bereit.
Bild des Tages: Adam mit einem Apple II
„Was in Adams Namen machen Anwender mit ihrem Apple Computer?“ fragte Apple Computer 1980 in einer Werbung und bildete in dieser Adam mit einem Apple II anstelle eines Apfels ab. Der Rechner dürfte für Eva aber vermutlich deutlich uninteressanter gewesen sein als ein richtiger Apfel.
Bild: Apple Computer
Historische UNIX-Quellcode-Entdeckung: Einzigartige UNIX Version 4 von altem Band gerettet
Eine seltene und möglicherweise einzigartige Kopie des Quellcodes von UNIX Version 4 ist kürzlich von einem alten Magnetband wiederhergestellt worden. Diese Entdeckung erregt in der Community der Betriebssystem- und Retro-Computing-Enthusiasten große Aufmerksamkeit, da UNIX V4 aus dem Jahr 1973 eine der frühen Versionen des legendären Betriebssystems darstellt, das die Grundlage für moderne Systeme wie Linux und macOS bildet.
Die Geschichte begann im November 2025, als in der Community Spekulationen aufkamen, ob jemand eine Kopie von UNIX V4 gefunden habe. Ein Posting deutete darauf hin, dass ein altes Band mit potenziell verloren geglaubtem Quellcode aufgetaucht sei. Kurz vor Weihnachten, am 24. Dezember 2025, folgte dann die erfreuliche Bestätigung: Der Quellcode konnte erfolgreich von dem alten Tape extrahiert werden.
Der C64 kehrt zurück: Der C64 Ultimate ist vorbestellbar
Der Commodore C64 kehrt zurück. Nach den ersten Verkäufen im Oktober können nun drei Varianten vorbestellt werden: Eine klassische Variante in „Basic Beige“, eine „Starlight Edition“ und eine „Founders Edition“.
Intern arbeitet bei allen drei Varianten ein FPGA vom Typ AMD Xilinx Artix-7. Als Hauptspeicher werden 128 MB DDR2-RAM und 16 MB NOR-Flash eingesetzt.
Die Videoausgabe erfolgt wahlweise über HDMI oder DIN-8 (CVBS, S-Video, RGB) und die Audioausgabe erfolgt über 3,5-mm-Klinke oder optischen S/PDIF.
50 Jahre IMSAI 8080
Heute vor 50 Jahren, am 16. Dezember 1975, begann die Auslieferung des IMSAI 8080, der von dem Unternehmen Information Management Science Associates, Inc entwickelt und hergestellt wurde. Das Unternehmen wurde später in IMSAI Manufacturing Corp. umbenannt.
Der IMSAI 8080 kam als direkter Konkurrent zu dem im Januar 1975 erschienenen MITS Altair 8800 auf den Markt und war zu diesem voll kompatibel. Er unterschied sich vom Altair 8800 mit seinen roten und blauen Schaltern nur ein wenig im Design, verfügte aber zumindest über ein stärkeres Netzteil. Als Betriebssystem wurde IMDOS eingesetzt, eine stark modifizierte Version von CP/M.
Der Bausatz kostete anfangs 439 US-Dollar. Später erhöhte IMSAI den Preis aufgrund der hohen Nachfrage auf 499 US-Dollar. Ca. 17.000 bis 20.000 Geräte wurden bis 1979 produziert.
Bild des Tages: Dein freundlicher Computer-Verkäufer
Japanische Werbung hat für Europäer schon zeitweise etwas Besonderes an sich. Würden sie von dem netten Herren im Bild einen Computer kaufen?
Mehr japanische Werbung gibt es in diesem Beitrag über MSX.